Fährgesellschaften

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Superfast Ferries

Superfast Ferries ist eine Reederei und 100-prozentige Tochtergesellschaft der griechischen Attica Group, die auch Muttergesellschaft der Marke Blue Star Ferries (früher Strintzis Lines) ist. Beide Flotten sind Mitglied im internationalen Buchungs- und Vertriebsnetz der Premium Alliance.

Die Unternehmensgruppe wurde 1918 in Piräus gegründet und führte ab 2002 den Namen Attica Enterprises. Seit dem Sommer 2004 ist der Name des Konzerns Attica Group S.A.

Das Unternehmen ist seit 1924 an der Athener Börse als „S.A.“ (eine Aktiengesellschaft nach griechischem Recht) eingetragen.

Das Konzept von Superfast Ferries, mit schnellen, moderne RoPax-Fährschiffen den Fährverkehr zwischen Griechenland und Italien zu revolutionieren, wurde vom griechischen Unternehmer Perikles Panagopulos und seinem Sohn Alexander entwickelt.

1995, ein Jahr nach der Gründung, konnten die Schnellfähren Superfast I und Superfast II die Fahrzeit von Griechenland nach Italien um 40% (von 36 auf 20 Stunden) senken und gleichzeitig neue Maßstäbe in Sicherheit und Komfort setzen.

Dabei verzichtete Superfast bewusst auf unrentable Komfortbereiche (z. B. Kino oder Ladenzeile) und betrachtete die Schiffe primär als Verkehrsmittel. So wurden die Schiffe nicht mehr Xbenannt, sondern durchnummeriert.

Die Route von Bari nach Igoumenitsa und Patras wurde im Jahr 1998 eröffnet, bis 2001 wurden insgesamt zwölf Fährschiffe für Superfast Ferries gebaut.

2004 verlieh der ADAC Superfast Ferries in Fähren-Testberichten östliches Mittelmeer die Auszeichnung „sehr gut“.

2008 erwarb Superfast zwei nicht fertiggestellte RoPax-Schiffe von der italienischen Gesellschaft Grandi Navi Veloci. Sie wurden 2008 von der italienischen Werft Nuovi Canterie Apuani fertig gestellt und bedienen seither die Route Bari–Igoumenitsa–Patras.

Seit 1. Juni 2011 kooperiert Superfast Ferries mit ANEK Lines, um die Auslastung der Schiffe zu verbessern.

Anek Lines

Die griechische Reederei mit Sitz in Chania auf Kreta wurde 1967 von kretischen Aktionären mit den Zielen gegründet, , eine eigene Reederei aufzubauen, die einen zuverlässigen und vor allem sicheren Fährdienst zwischen Kreta und dem griechischen Festland gewährleistet.

Nach dem Untergang der griechischen Fähre Iraklion auf der Fahrt von Kreta nach Piräus im Dezember 1966, bei der über 240 Menschen starben, kam es auf Kreta zu Unruhen und Demonstrationen gegen die griechische Regierung und die Reederei Typaldos.

1967 regte der griechisch-orthodoxe Metropolit von Kissamos und Selino, Irinäus Galanakis, die Gründung einer eigenen, kretischen Fährgesellschaft an, um für die Einwohner und Besucher der Insel eine sichere und zuverlässige Transportmöglichkeit zu schaffen und die privaten Betreiber mit ihren „Seelenverkäufern“ vom Markt zu vertreiben. Seine Initiative führte zur Gründung der Volksaktiengesellschaft ANEK; Aktien durften nur von gebürtigen Kretern erworben werden.

Das erste Fährschiff wurde 1970 erworben und auf der Route Piräus – Chania (Souda) eingesetzt. 1973 folgten zwei weitere Schiffe für die Route Piräus – Herakleion.

ANEK Lines stieg 1989 in das internationale Geschäft ein und bot erstmals Fahrten zwischen Ancona und Patras an. Ab 1992 erweiterte ANEK sein Angebot zwischen Italien und Griechenland und setzte eine Fähre zwischen Triest – Patras ein.

1998 wurden im Rahmen einer Kapitalerhöhung erstmals die vorher nur Bürgern der Insel Kreta zugänglichen Aktien von ANEK Lines an der Athener Börse frei angeboten. ANEK Lines erwarb die Hälfte der Anteile der Reederei LANE und übernahm die Reederei Rethymniaki.

Im gleichen Jahr gründete ANEK Lines auch die ANEK Lines Italia s.r.l., an deren Stammkapital sie sich mit 51 % beteiligte. Bei der ebenfalls neu gegründeten Reederei ANEN übernahm ANEK Lines ein Fünftel der Anteile.

Weitere Beteiligungen waren die Reedereien DANE (41,9%), Etanap (50%) und Lefka Ori (62%).

Mit der Hochgeschwindigkeitsfähre Olympic Champion verkürzte ANEK Lines die Reisezeit zwischen Ancona und Igoumenitsa auf 15 Stunden.

Der ADAC zeichnete 2006 die Olympic Champion als sicherste Fähre aus. 2008 gewann ANEK LINES die Greek Shipping Awards und wurde als Passenger Line of the Year ausgezeichnet.

Star Ferries

Blue Star Ferries ist eine griechische Fähr-Reederei mit Sitz und Heimathafen Piräus, die aus der ehemaligen Strintzis Lines hervorging. Sie ist eine der wichtigeren Fährgesellschaften des östlichen Mittelmeerraums und bildet zusammen mit Superfast Ferries die Premium Alliance, die zur Investmentgruppe Attica Enterprises gehört

Strintzis-Lines, von der gleichnamigen Familie aus Kefalonia gegründet, bot anfangs eine Fährverbindung zum Festland an.

Später erweiterte Strintzis-Lines sein Angebot um Fährverbindungen zwischen Italien und Griechenland.

Ende der 1990er Jahre zogen sich die Erben zurück und Superfast Ferries wurde neuer Besitzer der Reederei. Die Flotte wurde modernisiert und der neuen Name Blue Star Ferries eingeführt.

Zwei Erben der Strintzis-Familie übernahmen von der neuen Blue Star Ferries später wieder die Linie nach Kefalonia mit der neuen Reederei Strintzis Ferries.

Minoan Lines

Im Jahr 1972 wurde Minoan gegründet und setzte 1974 ihre erste Fähre auf der Route Piräus nach Herakleion (Kreta) in den Dienst.

1981 nahm die Reederei die Fährverbindung zwischen Patras und Ancona auf.

1990 stellte die Reederei mit ihrer Linie Griechenland - Italien - Türkei die Anbindung des östlichen Mittelmeerraumes über Griechenland nach Europa her.

Mit der Erotokritos wurde es 1992 für die Urlauber erstmals möglich, ihre Wohnwägen und Reisemobile auf speziellen Oberdecks, die mit der entsprechenden Infrastruktur ausgestattet sind, abzustellen, und sie somit während der Überfahrt zu bewohnen.

2000 wurde die Hochgeschwindigkeitsfähre Prometheus aus der Samsung Heavy Industries-Werft in den Dienst gestellt.

2001 wurde die Fähre Nikos Kazantzakis durch die Schwesterschiffe Knossos Palace und Festos Palace, ersetzt. Mit der Übernahme der neuen Hochgeschwindigkeitsfähren wird die strategische Zusammenarbeit zwischen Minoan Lines und Grimaldi Lines, dem größten Reedereikonzern Italiens, angekündigt. Durch diese Kooperation baut Minoan Lines ihren Aktivitätsbereich außerhalb der Adria-Linien aus und wurde im Bereich des westlichen Mittelmeeres aktiv. In erster Phase verband das Unternehmen Westitalien mit Tunesien, danach auch mit verschiedenen Mittelmeerhäfen Frankreichs.

Um Marktanteile zu sichern und auszubauen, wurde die komplette Flotte erneuert, 2004 die Trennung von der Fluglinie Aegean Lines eingeleitet und die Beteiligung an der regionalen Reederei Hellenic Seaways aufgestockt. (33,31%)

Im Jahr 2008 übernahm die italienische Grimaldi-Gruppe eine Kontrollmehrheit über Minoan Lines.

Zum 1. Juli 2012 wurde die Strecke Venedig-Patras im Zuge der Umstrukturierung aufgegeben, die Patras-Ancona-Linie wurde dafür ab Dezember 2012 nach Triest verlängert.

Hellenic Seaways

Hellenic Seaways bietet seit Februar 1999 innergriechische Fahrverbindungen an. Hellenic Seaways ist Griechenlands führendes Küstenschifffahrtsunternehmen, das mit seinen 30 Schiffen mehr als 30 Hafen im Raum der Kykladen, des Golfes Argosaronikos und der Sporaden bedient.

2005 erwarb Hellenic Seaways fünf neue Schiffe und setzt mit der HIGHSPEED 5 das schnellste Passagier- und Autofahrschiff mit 41 Meilen pro Stunde in der gesamten Ägäis ein

2007 wurden 4 neue Schiffe erworben und die Flotte bis heute um weitere neun neue Schiffe ergänzt.

Im Rahmen der “Lloyd’s List Greek Shipping Awards 2007” erhielt Hellenic Seaways die Auszeichnung "The Best Passenger Line of the Year 2007" und dem neu gebauten Passagier- und Fährschiff "NISSOS CHIOS" (komplett in Griechenland gebaut) wurde der Preis "The Best Ship of the Year 2007" verliehen.

Fast Ferries

Cyclades Fast Ferries bietet tägliche Fährverbindungen zwischen Rafina (Nähe Athen) und den griechischen Inseln Andros, Tinos und Mykonos an.

Endeavor Lines

Endeavor Lines bietet regelmäßige Fährüberfahrten zwischen den italienischen Hafen Brindisi und Griechenland an.

Hierzu zählen auch Direktverbindungen von Italien zu den Inseln Kefalonia und Korfu.